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Erst grob, dann feucht, dann trocken Die eigentliche Reinigung beginnt von oben nach unten. Decken und obere Wandbereiche zuerst, dann Wände, dann Böden. Für glatte Flächen eignet sich ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch, das regelmäßig ausgewaschen wird. Wichtig: nicht nass wischen, sonst entsteht Schlamm, der in Fugen kriecht. Für raue Oberflächen wie Putz oder Beton ist ein Staubsauger mit Feinfilter und Bürstenaufsatz die bessere Wahl. Ein normaler Haushaltsstaubsauger ohne Feinfilter bläst die feinsten Partikel durch den Motor wieder in den Raum – das bemerkt man erst, wenn sich auf frisch gewischtem Boden nach einer Stunde wieder eine graue Schicht bildet.

Ein Farbnasen an der frischen Wand ist kein Grund, die ganze Fläche neu zu streichen. Oft lässt sich der Fehler korrigieren, ohne dass man die komplette Wand bearbeiten muss. Entscheidend ist, wie tief die Farbe eingedrungen ist und ob es sich um eine wasserbasierte oder lösemittelhaltige Beschichtung handelt. Zuerst sollte man prüfen, ob die Wand noch feucht ist. Bei frischer Farbe besteht die beste Chance, den Fleck zu entfernen, solange sie nicht vollständig durchgetrocknet ist.

Wer nach dem Schleifen streichen oder lackieren will, sollte mindestens zwölf Stunden warten und den Raum in dieser Zeit nicht betreten. Feinstaub setzt sich auch nach dem Putzen noch ab. Vor dem Anstrich empfiehlt sich ein letzter Durchgang mit einem feuchten Tuch auf allen Flächen, die gestrichen werden. Ein häufiger Fehler ist, den Boden zuletzt zu reinigen: Dann fällt der Staub von Wänden und Decke erneut auf die bereits saubere Fläche. Umgekehrt ist es richtig.

Im Dünnbett dagegen wird der Kleber mit der Zahnkelle gezogen und die Fliese zusätzlich mit einer dünnen Schicht Kleber auf der Rückseite bestrichen, dem sogenannten Buttering. Diese beidseitige Verklebung ist bei unebenem Grund und großen Formaten Pflicht, weil sie Luft einschließt und die Haftung sichert. Nach dem Andrücken die Fliese mit leichten Drehbewegungen setzen und mit dem Gummihammer nur dort nachklopfen, wo es nötig ist. Zu starkes Klopfen verschiebt das Fugenbild.

So erkennst du den Wandaufbau mit einfachen Mitteln Prüfe die Oberfläche mit einem kleinen Magneten. Ein Magnet haftet an Metallprofilen, die unter Gipskartonplatten verlaufen. Auch Schrauben oder Nägel unter dem Putz können magnetisch sein. Ein weiterer Test ist ein dünner Nagel: In Gipskarton lässt er sich mit geringem Druck eindrücken. In Putz auf Mauerwerk geht er schwerer, in Beton kaum oder gar nicht. Beim Bohren zeigt sich der Unterschied deutlich: Gipskarton erzeugt weißen Staub und der Bohrer verschwindet schnell. Mauerwerk liefert rötlichen oder grauen Staub, Beton ist hart und der Bohrer wird heiß.

Wann sich das Überstreichen lohnt und wann nicht Wenn die Wand bereits eine gleichmäßige Farbschicht hat und der Fleck nur oberflächlich sitzt, reicht oft ein punktuelles Überstreichen. Dafür wird die gleiche Farbe verwendet, mit der die Wand ursprünglich gestrichen wurde. Ein kleiner Pinsel oder eine kleine Rolle eignet sich, um die Stelle anzugleichen. Achtung: Bei stark saugenden Untergründen kann die neue Farbe anders trocknen und einen Rand hinterlassen. Deshalb sollte man die Stelle vorher mit einer Grundierung behandeln oder die Farbe leicht verdünnen, damit sie gleichmäßig einzieht.

Wer den Wandaufbau kennt, spart Zeit, Material und Ärger. Ein paar Minuten für Klopftest, Magnet und Probebohrung verhindern teure Schäden und sorgen dafür, dass Regale, Schränke und Bilder dauerhaft halten. Im Zweifel hilft der Blick in Baupläne oder die Rücksprache mit der Hausverwaltung.

Nach dem Hobeln muss die Kante neu versiegelt werden, sonst nimmt das Holz Feuchtigkeit auf und quillt. Ein einfacher Lack oder eine Grundierung genügt. Wer die Tür nach dem Nachstellen wieder einhängt, sollte prüfen, ob sie in allen Positionen frei schwingt und das Schloss sauber greift. Kratzt sie dann noch, war die Ursache nicht der Boden, sondern der Rahmen oder die Zarge. In diesem Fall ist Nachstellen an den Bändern die letzte Option, bevor größere Eingriffe nötig werden.

Erst ausgleichen, dann kleben Kleine Unebenheiten lassen sich mit einer Ausgleichsmasse egalisieren. Dafür den Untergrund vorher gründlich saugen, lose Partikel entfernen und je nach Material eine Grundierung aufrollen, damit die Masse nicht zu schnell Wasser verliert und Risse bekommt. Die Ausgleichsmasse mit einer Zahnkelle oder einem Rakel verteilen, nicht einfach auskippen, und die angegebene Verarbeitungszeit einhalten. Zu dünn angemischte Masse verläuft schlecht, zu dicke lässt sich nicht mehr ziehen. Bei größeren Höhenunterschieden oder losem Putz hilft nur eines: abschlagen und neu aufbauen, nicht kaschieren.

imageTypische Fehler passieren, wenn man eine Gipskartonwand für massiv hält. Dann werden schwere Lasten mit gewöhnlichen Dübeln befestigt, die sich später lösen. Bei alten Putzwänden kann der Putz bröseln, wenn der Bohrer ohne Schlag und mit zu hoher Drehzahl geführt wird. In Beton wiederum brechen Bohrer ab, wenn ohne Schlag und ohne Kühlpausen gearbeitet wird. Auch das Bohren in der Nähe von Steckdosen und Rohren ist riskant. Prüfe vorher mit einem Leitungssucher, wo Strom- und Wasserleitungen verlaufen.
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