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Beginne damit, den Schwerpunkt des Pfeils zu finden. Lege ihn flach auf Zeigefinger und Daumen und balanciere ihn aus. Genau an dieser Stelle oder knapp dahinter setzt du Daumen und Zeigefinger an. Der Mittelfinger stützt von unten, die übrigen Finger bleiben entspannt und berühren den Schaft nicht. So entsteht ein dreipunktiger Halt, der dem Pfeil Stabilität gibt, ohne ihn zu blockieren.

Zunächst gilt es, zwischen zwei Bauarten zu unterscheiden. Es gibt Boards mit weichen Kunststoffspitzen, die auf gelochten Plastikscheiben landen, und solche mit festen Segmenten, bei denen Stahlspitzen in Nylon- oder Kunststoffkörbe treffen. Die erste Variante ist leiser und günstiger im Unterhalt, verschleißt aber schneller, weil sich die Löcher mit der Zeit zuziehen. Die zweite hält deutlich länger, ist lauter und verlangt einen robusten Hintergrund. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte die Geräuschentwicklung nicht unterschätzen.

imageWer diese Punkte beachtet, hat eine Dartscheibe, die auch nach vielen Würfen still an der Wand bleibt. Das Wackeln ist fast immer eine Folge von zu schwacher Unterkonstruktion, falschem Befestigungsmaterial oder unsauberer Ausrichtung – nicht von einem minderwertigen Board.

Bevor der Bohrer ansetzt, muss die Wand verstanden werden. Gipskarton trägt kein schweres Board an einem einzigen Dübel; hier sind zwei Bohrpunkte im Abstand der Halterung plus geeignete Hohlraumdübel nötig. Beton und Vollziegel verlangen einen Schlagbohrer und passende Dübel, Mauerwerk aus Hohlblocksteinen eher Injektionsmörtel. Der häufigste Fehler: zu flach bohren. Ein Dübel braucht eine Bohrlochtiefe, die mindestens einen Zentimeter über seine Länge hinausgeht, sonst sitzt die Schraube auf Staub statt auf Kraft.

Zum Schluss bleibt eine Kontrolle, die kaum jemand macht: Hängst du das Board ab und wieder ein, muss es in derselben Position sitzen. Eine Halterung, die Spiel hat, verliert mit jeder Runde ihre Höhe. Prüfe nach zwei Wochen nach, ob die Schrauben noch fest sind, besonders in Gipskarton. Ein Board, das gerade, sicher und auf 1,73 Meter hängt, ist keine Sisyphusarbeit, sondern eine Frage von zwei Messungen und dem richtigen Dübel.

Der Wurf entsteht aus dem Ellbogen, nicht aus der Schulter Die Bewegung beginnt am Ellbogen, der auf einer Höhe mit dem Ziel bleibt. Die Schulter bleibt ruhig, der Oberarm bewegt sich kaum. Ein häufiger Fehler ist das „Werfen aus dem Handgelenk", bei dem der Pfeil nur geschoben wird. Besser ist eine kurze, gleichmäßige Bewegung nach vorn, bei der der Unterarm beschleunigt und der Pfeil erst im letzten Drittel losgelassen wird. Das Handgelenk bleibt dabei stabil, es knickt nicht nach innen oder außen ab. Wer zu früh loslässt, wirft zu hoch. Wer zu spät loslässt, wirft zu tief. Nach dem Loslassen folgt die Hand dem Pfeil kurz nach, ohne ihn zu begleiten oder festzuhalten. Diese Nachbewegung zeigt, ob der Wurf gerade war.

Auf diese Maße kommt es beim Aufbau an Die Höhe der Boardmitte liegt bei 173 Zentimetern über dem Boden, die Abwurflinie bei 237 Zentimetern. Diese Werte gelten unabhängig vom Modell und sind der häufigste Fehler beim Aufbau. Ein Board, das zehn Zentimeter zu hoch hängt, verändert den gesamten Wurfwinkel. Zusätzlich braucht die Wand hinter dem Board eine Schutzfläche, die mindestens einen halben Meter in jede Richtung übersteht. Fehlwürfe landen sonst im Putz, und die Spitzen brechen an Beton schneller ab.

Was die Wasserwaage nicht verrät Selbst ein exakt ausgerichtetes Board hängt schief, wenn die Halterung verzogen ist. Nach dem Anschrauben der Halterung wird das Board eingehängt und mit einer Wasserwaage auf der Oberkante geprüft. Zeigt die Libelle nicht mittig, ist nicht das Board das Problem, sondern die Halterung. Dann löst man die Schrauben eine halbe Umdrehung und richtet mit dünnen Unterlegscheiben nach. Erst wenn die Oberkante waagerecht steht, wird die Höhe der Mitte nachgemessen. Korrekturen erfolgen immer an der Halterung, niemals durch schräges Einhängen.

Der Abstand zur Wand ist kein Geschmacksthema. Ein Dartboard braucht etwa vier bis fünf Zentimeter Luft, damit die Darts im äußeren Ring nicht die Wand berühren. Wird das Board direkt an die Wand geschraubt, brechen Spitzen, der Ring franst aus, und die Wand nimmt Schäden. Eine Wandschutzplatte hinter dem Board ist deshalb nicht optional, sondern gehört zur Montage. Sie sollte mindestens die dreifache Fläche des Boards abdecken und bündig mit dem Center ausgerichtet sein.

Für den Ablauf empfiehlt es sich, die aktuelle Zahl deutlich anzusagen, bevor der erste Dart fliegt. Ein Spieler oder eine dritte Person notiert die Punkte pro Runde, damit niemand den Überblick verliert. Bei knappen Spielen sollte nach jeder Runde kurz kontrolliert werden, ob die Summe stimmt. Das kostet wenige Sekunden und verhindert, dass ein falsch notierter Wurf das Ergebnis verfälscht. Wer Shanghai Dart regelmäßig spielt, entwickelt schnell ein Gefühl dafür, wann sich ein Risiko auf das Doppel- oder Dreifachfeld lohnt und wann die sichere einfache Zahl die bessere Wahl ist.
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