Nach dem Nähen bügelst du den Korb in Form. Ein Utensilo hält jahrelang, wenn du es bei 30 Grad wäschst und nicht in den Trockner gibst. Heißluft lässt Baumwolle einlaufen. Wenn der Korb schlaff wird, bügelst du ihn mit Dampf und formst ihn mit den Händen. Aus einem Meter Stoffresten bekommst du drei kleine Utensilos oder zwei größere. Das ist mehr, als du für einen NähAbend brauchst.
Beim Zusammennähen treffen oft mehrere Lagen aufeinander, besonders an den Seitennähten. Eine zu große Stichlänge hinterlässt sichtbare Löcher, eine zu kleine bricht die Nadel. Bewährt hat sich eine mittlere Stichlänge und eine Nadel für feste Stoffe. Der Nähfuß sollte die Lagen gleichmäßig transportieren; bei dickem Material hilft es, langsam zu nähen und den Stoff leicht zu führen, statt zu ziehen. Wer den Korb unten mit einem Quadrat abnäht, bekommt einen flachen Boden und damit mehr Standfläche.
Wer den Saum mit Vlieseline stabilisiert, spart Zeit und erhält die Passform. Das Ergebnis ist keine provisorische Lösung, sondern eine dauerhafte Reparatur, wenn sauber gearbeitet wird. Kürzen bleibt die letzte Option, nicht die erste.
Zunächst wird die Serviette auf das fertige Maß plus zweimal Saumzugabe zugeschnitten. Bei einem fertigen Maß von 40 × 40 Zentimetern und einem Saum von einem Zentimeter ergibt das 42 × 42 Zentimeter. Wichtig ist, den Stoff vor dem Zuschnitt zu waschen und zu bügeln, sonst verzieht sich die Serviette später und die Kanten laufen nicht parallel. Ein Fadenzug am Gewebe zeigt, ob der Zuschnitt im geraden Fadenverlauf liegt. Schon ein halber Millimeter Schräglauf wird bei einem schmalen Saum sichtbar.
Vor dem Säumen wird die Kante versäubert, damit sie nicht ausfranst. Bei Baumwolle und Leinen reicht ein Zickzackstich oder ein Overlockstich. Wer keine Overlock hat, kann die Kante auch zweimal schmal einschlagen und bügeln. Wichtig ist, dass die Versäuberung flach liegt und keine Wölbung entsteht. Ein häufiger Fehler ist, die Kante vor dem Bügeln zu dehnen — dadurch zieht sich der Saum später zusammen und die Decke liegt nicht mehr plan auf.
Schmale Säume an Stoffservietten sind eine Fleißarbeit, die erst in Serie wirklich wirtschaftlich wird. Wer zwanzig oder dreißig Servietten für ein Fest oder eine Ausstattung näht, will keine Kante, die nach dem dritten Waschgang ausfranst. Der entscheidende Punkt liegt nicht in der Nadel, sondern in der Vorbereitung: Ein sauberer Saum beginnt mit exaktem Zuschnitt und einer Kante, die vor dem Nähen in Form gebracht wurde.
Reibung vermeiden: Die richtige Wasch- und Trockenroutine Der wichtigste Hebel gegen Schlaufen ist die Reduzierung von Reibung. Dazu gehört, Kleidungsstücke mit empfindlichen Oberflächen – etwa aus Baumwolle, Viskose oder Mischgeweben – auf links zu drehen, bevor sie in die Maschine kommen. Reißverschlüsse und Knöpfe sollten geschlossen sein, damit sie nicht an anderen Stoffen scheuern. Ein weiterer typischer Fehler ist das Waschen von Handtüchern oder Jeans zusammen mit feineren Stoffen. Die groben Fasern der schweren Teile wirken wie Schleifpapier auf die feineren Gewebe und ziehen einzelne Fäden heraus. Trennen Sie nach Materialbeschaffenheit und waschen Sie empfindliche Stücke entweder separat oder in einem Wäschenetz.
Nach dem Nähen werden die Fäden auf der Rückseite vernäht, nicht einfach abgeschnitten. Die Serviette wird flach gebügelt, wobei die Naht leicht gedämpft wird, damit sie sich legt. Erst dann zeigt sich, ob die Kante gleichmäßig ist. In Serie bedeutet das: Alle Servietten durch denselben Arbeitsgang schicken, nicht eine komplett fertigstellen und dann die nächste beginnen. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass alle Kanten identisch ausfallen. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt Servietten, deren schmale Säume auch nach vielen Wäschen sauber bleiben.
Die Kante zuerst bügeln, nicht zuerst nähen Der häufigste Fehler ist, den Saum direkt unter der Nadel umzulegen. Besser ist ein zweistufiges Vorgehen: Zuerst eine schmale Kante von etwa fünf Millimetern einschlagen und knapp absteppen. Diese Fixierung verhindert das Ausfransen des Gewebes dauerhaft. Danach wird der Saum ein zweites Mal in der gewünschten Breite umgeschlagen und festgesteppt. Wer diesen Zwischenschritt überspringt, riskiert, dass die Webkante im Inneren weiterfranst und sich nach einigen Wäschen als unschöner Fadenknäuel an der Kante zeigt.
Wenn sich bereits Schlaufen gebildet haben, hilft nur noch mechanisches Entfernen. Ein Fusselrasierer oder ein spezieller Kamm mit feinen Zähnen kann die Knötchen abschneiden, ohne den Stoff weiter zu beschädigen. Wichtig ist, das Gerät nicht zu fest aufzudrücken, sonst zieht man neue Fäden heraus. Nach dem Entfernen sollte man die Stelle mit einem feuchten Tuch abtupfen, um lose Fasern aufzunehmen. Wer die Ursache – Reibung und falsche Pflege – nicht abstellt, wird jedoch immer wieder neue Schlaufen bekommen. Dauerhaft hilft nur, die oben genannten Bedingungen konsequent einzuhalten.