Welcome to Freeweb-apps.info QtoA, where you can ask questions and receive answers from other members of the community.
0 votes
Nach dem Schärfen entfernen Sie den Grat auf der Rückseite. Ziehen Sie die Klinge flach über einen Abziehstein oder ein Stück Leder. Der Grat ist eine hauchdünne Metallkante, die sich beim Schneiden umlegt und den Schnitt unsauber macht. Ein paar vorsichtige Züge genügen. Anschließend ölen Sie die Klinge mit einem Tropfen harzfreiem Öl, damit sie nicht rostet. Verwenden Sie kein WD-40 oder ähnliche Kriechöle, die verharzen und Staub binden.

Ein Messer besitzt keine Gegenklinge. Beim Schneiden drückt es das Holz gegen die Unterlage, bis es bricht oder splittert. Die Wunde ist unregelmäßig, oft mehrere Millimeter lang aufgerissen. Pilze und Bakterien haben leichtes Spiel. Die Handschere führt dagegen zwei Klingen aneinander vorbei, ähnlich wie eine Schere beim Papier. Der Schnitt bleibt glatt und liegt genau dort, wo angesetzt wurde. Für den Kirschlorbeer ist das entscheidend, weil seine Triebe relativ weich sind und auf Quetschungen empfindlich reagieren.

Der richtige Winkel entscheidet, nicht der Dru

Typische Fehler: zu viel auf einmal wegnehmen, den Mitteltrieb komplett entfernen oder nur die äußeren Spitzen einkürzen. Wer nur außen schneidet, fördert das Wachstum genau dort und lässt das Innere weiter verkahlen. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt bei Frost. Unter minus fünf Grad splittert das Holz, und die Wunden heilen schlecht. Nach dem Auslichten sollte die Krone so offen sein, dass ein Vogel mühelos hindurchfliegen könnte – das ist ein brauchbares Maß für den richtigen Grad.

Typische Fehler wiederholen sich. Viele schneiden den Kirschlorbeer mit einem elektrischen Messerbalken oder einem einfachen Küchenmesser, weil es schneller geht. Das Ergebnis sind ausgefranste Blattränder, die braun werden. Andere setzen die Schere zu tief an und entfernen ganze Astpartien, obwohl nur die Spitzen gekürzt werden sollten. Ein weiterer Fehler: das Schneiden bei Frost. Dann splittert das Holz besonders leicht, selbst mit einer guten Schere. Besser ist ein trockener, milder Tag.

Welche Äste bleiben und warum Stehen bleiben alle gesunden, flach abgehenden Leitäste, die die Grundgerüstform tragen. Ein guter Apfelbaum hat drei bis fünf solcher Hauptäste, die möglichst gleichmäßig um den Stamm verteilt sind. Auch kurze, gut verzweigte Fruchttriebe bleiben – daran hängen die Äpfel der nächsten Jahre. Wichtig: Nicht jeder nach innen wachsende Ast ist automatisch schlecht. Einzelne kurze Triebe im Inneren, die genug Licht bekommen, können durchaus Früchte tragen. Wer sie alle entfernt, schneidet ins Leere. Entscheidend ist das Licht: Ein Ast, der im Schatten liegt und keine Blütenknospen ansetzt, hat keine Zukunft.

Ein Apfelbaum, der über Jahre nie geschnitten wurde, bildet eine dichte Krone. Das Innere verkahlt, die Früchte hängen nur noch außen, und die Qualität sinkt. Beim Auslichten geht es nicht darum, radikal alles wegzunehmen, sondern gezielt Licht und Luft ins Kroneninnere zu lassen. Wer zum ersten Mal vor einem verwilderten Baum steht, sollte sich klarmachen: Ein zu starker Eingriff kostet mehrere Jahre Ertrag. Deshalb gilt: lieber über zwei bis drei Jahre verteilt auslichten als in einer Saison alles auf einmal.

Anders sieht es bei Sorten aus, die am neuen Holz blühen. Dazu zählen die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens), die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) und einige moderne Züchtungen der Bauernhortensie, die als remontierend gelten. Diese Pflanzen bilden ihre Blütenknospen erst an den im Frühjahr und Frühsommer wachsenden Trieben. Ein kräftiger Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, etwa Ende Februar bis Anfang März, regt genau dieses Wachstum an und führt zu größeren Blütenrispen. Wer hier gar nicht schneidet, bekommt mit den Jahren immer dünnere Triebe und kleinere Blüten.

Zuerst weichen immer die Äste, die eindeutig krank, abgestorben oder gebrochen sind. Ebenso entfernt man alle Triebe, die nach innen wachsen, sich kreuzen oder aneinander reiben. Solche Reibungsstellen sind Eintrittspforten für Pilze und Bakterien. Auch sogenannte Wasserreiser – senkrecht nach oben schießende, unverzweigte Triebe – kommen zuerst weg. Sie tragen kaum Früchte und nehmen nur Licht. Ein weiterer Kandidat für den ersten Schnitt: Äste, die steil nach oben wachsen und mit dem Stamm einen spitzen Winkel bilden. Sie brechen später leichter unter der Fruchtlast.

imageDie Handschere sollte scharf sein und regelmäßig nachgeschärft werden. Eine stumpfe Klinge quetscht genauso wie ein Messer. Für dünne Triebe bis etwa einen Zentimeter Durchmesser reicht eine Bypass-Schere. Dickere Äste gehören in eine Astsäge, nicht in die Schere. Wer den Kirschlorbeer als Hecke zieht, schneidet mit der Schere von unten nach oben und arbeitet sich in kleinen Abschnitten vor. So bleibt die Form gleichmäßig und die Schnittfläche sauber. Nach dem Schneiden hilft es, die abgeschnittenen Triebe sofort zu entfernen, damit sich keine Pilze über die frischen Wunden ausbreiten.
by (140 points)

Your answer

Your name to display (optional):
Privacy: Your email address will only be used for sending these notifications.
...