Die häufigste Ursache für eine hängende Tür ist ein durchhängendes Möbelteil: Wenn die Korpusseite nachgibt, senkt sich die Tür auf der Scharnierseite. In diesem Fall hilft es nicht, nur an der Höhe zu drehen. Prüfen Sie zunächst, ob die Rückwand des Schranks fest verleimt ist – bei älteren Möbeln kann sie sich gelöst haben. Stützen Sie den Schrank von innen mit einem Keil ab, bevor Sie justieren. Ein typischer Anfängerfehler ist es, sofort an allen Schrauben zu drehen, ohne die Auswirkung zu kontrollieren. Drehen Sie immer nur eine Schraube um eine Viertel- bis halbe Umdrehung und prüfen Sie danach sofort die Wirkung.
Für die Nachrüstung an Wand oder Decke gilt: Verwenden Sie Dübel, die für die jeweilige Wandart geeignet sind. In gefliesten Bädern bohrt man mit einem Fliesenbohrer ohne Schlag, danach wechselt man auf einen Beton- oder Ziegelbohrer für die eigentliche Wand. Eine typische Panne ist das Abrutschen des Bohrers auf der glatten Fliese – kleben Sie deshalb ein Stück Klebeband über die Bohrstelle oder nutzen Sie eine Zentrierhilfe. Ziehen Sie die Schrauben nicht übermäßig an, denn der Leuchtenkörper kann sonst Risse bekommen. Nach dem Anschließen setzen Sie die Abdeckung auf und prüfen die Funktion. Zum Schluss dichten Sie die Bohrlöcher, die nicht mehr benötigt werden, mit Silikon ab.
Nach der vollständigen Trocknung sollte die reparierte Stelle nicht sofort überstrichen werden. Lassen Sie der Spachtelmasse genügend Zeit, um das gesamte Bindemittel zu verlieren – je nach Herstellerangabe kann das mehrere Tage dauern. Erst wenn die Oberfläche keine dunklen, feuchten Stellen mehr aufweist, können Sie grundieren und tapezieren oder streichen. Wer diese Geduld nicht aufbringt, riskiert, dass sich der Riss unter der neuen Beschichtung erneut öffnet.
Hängende Schranktüren oder ungleichmäßige Spalten sind kein Grund, gleich den Handwerker zu rufen. Oft genügt ein Kreuzschlitzschraubendreher und zehn Minuten Zeit, um das Problem selbst zu beheben. Die meisten Möbel verwenden heute Topfscharniere, die sich in drei Richtungen verstellen lassen: Höhe, Tiefe und seitliche Neigung. Bevor Sie jedoch anfangen, sollten Sie die Tür auf- und zuklappen und beobachten, wo genau sie schleift – oben, unten oder an der Seite. Nur so wissen Sie, welche der Verstellschrauben Sie überhaupt bewegen müssen.
Ein letzter Tipp: Vermeiden Sie übermäßiges Anziehen der Schrauben. Die Gewinde in Spanplatten reißen schnell aus, und dann hält kein Scharnier mehr. Drehen Sie alle Schrauben mit Gefühl, bis sie spürbar Widerstand leisten, aber nicht bis zum Anschlag. Kontrollieren Sie nach dem Justieren noch einmal alle Spalten: Sie sollten oben, unten und an der Seite gleichmäßig sein. Wenn die Tür weiterhin klemmt, prüfen Sie, ob sich das Scharnierblech an der Korpusinnenseite gelöst hat – oft reicht ein Nachziehen von wenigen Schrauben, um das Problem dauerhaft zu beheben.
Bei der Sanierung von Altbauten stellt sich oft die Frage, ob Lehm- oder Kalkputz die bessere Wahl ist. Entscheidend ist der vorhandene Untergrund. Lehmputz eignet sich vor allem auf Strohlehm, Holzwolleplatten oder alten Lehmoberflächen, während Kalkputz auf mineralischen Untergründen wie Ziegel, Kalksandstein oder Naturstein verwendet wird. Prüfen Sie zuerst die Tragfähigkeit: Klopfen Sie lose Stellen ab und entfernen Sie Staub, Fett oder alte Anstriche. Ein feuchter Daumenabdruck zeigt, ob der Untergrund saugt – bei stark saugenden Flächen ist ein Vornässen oder eine Grundierung mit verdünntem Putz notwendig.
Ein typischer Fehler ist die falsche Nachbehandlung: Kalkputz sollte in den ersten Tagen feucht gehalten werden, um eine gleichmäßige Carbonatisierung zu ermöglichen – besprühen Sie die Fläche regelmäßig mit Wasser. Lehmputz benötigt keine Nachbehandlung, aber eine langsame Trocknung – heizen Sie Räume nach dem Auftrag nicht sofort stark auf. Wenn Sie auf alten Anstrichen arbeiten, müssen diese vollständig entfernt sein, da Lehm und Kalk nur auf saugfähigen Untergründen haften. Kontrollieren Sie nach drei Tagen die Rissbildung: feine Haarrisse sind normal, aber breite Risse deuten auf eine zu schnelle Trocknung oder zu dicke Schichten hin.
Die Trocknungszeit ist ein häufiger Fehlerpunkt. Kalkputz benötigt dicklagenabhängig mehrere Wochen, bis er vollständig carbonatisiert ist – eine weiße, kreidige Oberfläche zeigt an, dass der Prozess noch läuft. Lehmputz trocknet physikalisch, also durch Verdunstung, und kann bei guter Luftzirkulation nach zwei bis drei Wochen überarbeitet werden. Messen Sie die Restfeuchte mit einem geeigneten Gerät, bevor Sie streichen oder tapezieren. Bei Kalkputz darf die Feuchte unter zwei Gewichtsprozent liegen, bei Lehm unter einem – sonst entstehen später Blasen oder Schimmel. Lüften Sie während der Trocknung Stoß für Stoß, aber vermeiden Sie dauerhaft geöffnete Fenster.
Zuerst ist die Frage der Genehmigung zu klären. In den meisten Bundesländern ist die Installation eines Kaminofens in einem Wohngebäude genehmigungsfrei, sofern es sich um einen genormten, typgeprüften Ofen handelt und der Schornstein die erforderliche Mindesthöhe besitzt. Dennoch ist eine Anmeldung beim zuständigen Schornsteinfeger zwingend erforderlich. Er prüft die Einhaltung der Feuerungsverordnung, die Abgaswerte und die ordnungsgemäße Verbindung zum Schornstein. Eine Baugenehmigung kann erforderlich werden, wenn Sie den Schornstein neu bauen oder wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht.