Wer auf eine Dampfbremse verzichtet, muss sicherstellen, dass die Dämmung diffusionsoffen ist und die Außenseite einen höheren Dampfwiderstand hat als die Innenseite. In der Praxis ist das selten der Fall. Deshalb gilt: In beheizten Räumen immer eine Dampfbremse einplanen. Die Ausnahme ist ein ungedämmtes Dach. Hier kann eine kapillaraktive Dämmung wie Holzfaser Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Aber auch dann schadet eine saubere Dampfbremse nicht. Sie verbessert die Luftdichtheit und spart Energie.

Beim endgültigen Spannen gilt: Der Stoff muss straff sein, aber nicht überdehnt. Wenn Sie die Markise auf volle Länge ausfahren und die Kante einen gleichmäßigen Abstand zum Rohr hat, ist die Spannung richtig. Achten Sie darauf, dass der Keder nicht sichtbar aus der Nut hervorsteht. Wenn er an einer Stelle herausragt, liegt dort eine Verdickung vor – meist durch zu starkes Zusammenschieben beim Einführen. Ziehen Sie das Tuch in diesem Bereich leicht zurück und glätten Sie die Wulst mit den Fingern. Kontrollieren Sie zuletzt die Seitennähte: Diese müssen senkrecht zur Stoffkante stehen, sonst läuft die Markise beim Ausfahren schräg.
Wenn der Keder über die gesamte Länge eingeschoben ist, ziehen Sie die Stoffkante gleichmäßig nach vorn. Befestigen Sie das Tuch am Fallrohr oder an der unteren Leiste, bevor Sie die Spannung an der Kurbel justieren. Spannen Sie die Markise dann in drei Schritten: erst ein kurzes Anziehen, dann kontrollieren Sie den Verlauf der Stoffkanten, und erst dann spannen Sie voll. Ein häufiger Fehler ist das einseitige Anziehen nur auf einer Seite. Das verzieht das Tuch und die spätere Neigung stimmt nicht. Prüfen Sie stattdessen, dass beide Seiten gleichmäßig abrollen und der Stoff keine sichtbaren Knitterfalten wirft.
Pro Person rechnen Sie mit 60 Zentimetern Breite und 40 Zentimetern Tiefe Für jede sitzende Person benötigen Sie am Tisch eine Breite von mindestens 60 Zentimetern, sonst stoßen die Ellbogen aneinander. Die Tiefe sollte 40 Zentimeter betragen, damit Teller und Glas nebeneinander passen. Bei einem runden Tisch mit 120 Zentimetern Durchmesser finden bequem vier Personen Platz, sechs werden eng. Rechteckige Tische bieten bei gleicher Länge oft mehr Flexibilität: Ein Modell mit 180 Zentimetern Länge und 90 Zentimetern Breite nimmt sechs Personen auf, wenn Sie an den Stirnseiten jemanden platzieren.
Die Dampfbremse hat die Aufgabe, die Diffusion von Wasserdampf aus dem beheizten Innenraum in die Dämmung zu verhindern. Im Winter drückt die warme, feuchte Raumluft Richtung Kaltseite. Ohne Bremse kondensiert die Feuchtigkeit in der Dämmung oder an der kalten Beplankung. Die Folge sind Schimmel und Fäulnis. Die Beplankung, meist aus Gipskarton oder Holzwerkstoff, dient nur der Oberfläche und der Statik. Sie kann keine Dampfbremse ersetzen. Entscheidend ist der richtige Schichtenaufbau von innen nach außen: Beplankung, Dampfbremse, Dämmung, winddichte Ebene.
So gelingt das Einschieben und Spannen ohne Verziehen Beginnen Sie immer an der Seite, an der später die Kurbel sitzt. Schieben Sie den neuen Keder mit einem stumpfen, nicht scharfkantigen Werkzeug in die Nut. Ideal eignet sich ein Flachschraubendreher mit breiter, abgerundeter Klinge oder ein spezielles Kedereisen. Arbeiten Sie sich in kleinen Schritten vor, statt den Keder mit Gewalt durchzuziehen. Drehen Sie den Stoff dabei nicht, sonst verdreht sich die Wulst und die Markise läuft ungleichmäßig auf. Ein typischer Fehler ist, den Keder zu straff anzuziehen bevor er vollständig eingeschoben ist. Das führt dazu, dass die Wulst an einer Stelle zusammengequetscht wird und sich die Falten legen.
Wer eine Markise selbst neu bespannt, steht oft vor der Frage, ob der Stoff mit einem Keder ausgestattet werden muss und wie das Spannen ohne Wellenschlag gelingt. Der Keder ist eine verstärkte Wulst am Stoffrand, die in die dafür vorgesehene Nut des Markisenrohrs geschoben wird. Ohne diese Führung verrutscht das Tuch bei jedem Windstoß und die Spannung bleibt ein einmaliges Glücksspiel. Bevor Sie also beginnen, prüfen Sie, ob Ihre vorhandene Markise eine Kederschiene besitzt und wie tief diese ist. Nur wenn Sie das exakt messen, kaufen Sie den passenden Keder in der richtigen Stärke.
Der Aufstellraum stellt eine weitere Hürde dar. Der Raum muss eine ausreichende Grundfläche haben – nach der gängigen Norm sind dies mindestens 4 Quadratmeter je Kilowatt Nennwärmeleistung. Bei einem 6-kW-Ofen benötigen Sie also 24 Quadratmeter, sofern keine zusätzliche Türöffnung ins Freie vorhanden ist, die für Nachströmung sorgt. Ein dicht schließendes Fenster, das nur gekippt werden kann, reicht nicht aus. In gut gedämmten Gebäuden mit Lüftungsanlagen ist die Zuluftfrage besonders heikel. Ohne kontrollierte Nachströmung kann der Ofen nicht richtig verbrennen, und es besteht die Gefahr, dass Abgase in die Wohnung gesaugt werden. In solchen Fällen ist eine separate Zuluftleitung vom Außenbereich direkt in den Aufstellraum oder eine Verbrennungsluftversorgung über den Schornstein erforderlich.