Bei der Wahl der Position für den Herd müssen Sie auch an die Dunstabzugshaube denken. Sie benötigen einen direkten Weg zum Abluftschacht oder zumindest eine Umluftmöglichkeit. Messen Sie, ob die Haube später wirklich über der Kochfläche hängt – oft scheitert die Montage an einem zu weit entfernten Fenster oder an einer schrägen Decke. Bedenken Sie außerdem, dass der Herd nicht direkt unter einem Fenster stehen sollte, weil dort Vorhänge oder Papier leicht Feuer fangen können. Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien: mindestens 30 Zentimeter seitlich.
Eine gute Planung berücksichtigt auch die Arbeitshöhe: Die Oberkante des Herdes sollte etwa auf Höhe der Arbeitsfläche liegen, damit Sie bequem kochen können. Standardhöhen liegen zwischen 85 und 95 Zentimetern, aber je nach Ihrer Körpergröße kann eine individuelle Höhe sinnvoll sein. Messen Sie Ihre Ellenbogenhöhe und planen Sie den Unterbau entsprechend. Bei einer Zeile mit Kühlschrank und Herd ist die Reihenfolge entscheidend: Spüle, Arbeitsfläche, Herd, dann der Kühlschrank – so haben Sie kurze Wege beim Kochen und können Zutaten direkt aus dem Kühlschrank verarbeiten.
Bevor Sie einen Apothekerschrank als schmale Auszugslösung einplanen, müssen Sie die tatsächliche Bautiefe und -breite der Nische prüfen. Viele unterschätzen, dass die Schienenführung und der Schrankkorpus jeweils einige Zentimeter benötigen, die über das reine Stauraummaß hinausgehen. Messen Sie deshalb nicht nur die lichte Breite zwischen den angrenzenden Schränken oder Wänden, sondern auch die verfügbare Höhe bis zur Arbeitsplatte oder bis zum Oberschrank. Notieren Sie sich zusätzlich, ob die Nische wirklich im rechten Winkel gebaut ist – in Altbauten weichen Wände oft um ein bis zwei Zentimeter ab. Nur wenn Sie diese Werte kennen, können Sie entscheiden, ob ein Standard-Auszugssystem passt oder ob Sie ein Sondermaß benötigen.
Planen Sie den Apothekerschrank nicht erst, wenn die Küche bereits aufgebaut ist, sondern integrieren Sie ihn in die Grundrissplanung. Legen Sie fest, welche Gegenstände dort aufbewahrt werden sollen: Vorratsgläser, Gewürze, Putzmittel oder Backbleche. Aus dieser Nutzung ergibt sich die sinnvolle Aufteilung der Körbe oder Böden. Ein häufiger Fehler ist es, die Auszüge zu hoch zu planen und dadurch den oberen Bereich unerreichbar zu machen. Bedenken Sie, dass die oberste Ebene bei einer vollen Auszugshöhe nur dann komfortabel erreichbar ist, wenn Sie den Schrank nicht höher als zwei Meter bauen. Bei niedrigen Decken oder einer Dunstabzugshaube in der Nähe müssen Sie die Höhe entsprechend reduzieren.
Bevor Sie auch nur ein Möbelstück bestellen, müssen Sie die Grundrisse Ihrer Küche exakt ausmessen. Notieren Sie Wandlängen, Fenster- und Türpositionen sowie die Anschlüsse für Wasser, Strom und eventuell Gas. Entscheidend ist der Abstand zwischen Herd und Spüle: Arbeitsflächen zwischen diesen beiden Zonen sollten mindestens 80 Zentimeter betragen, damit Sie Töpfe absetzen und Gemüse schneiden können, ohne ständig umzuräumen. Übertragen Sie alle Maße maßstabsgetreu auf Papier oder in ein Planungsprogramm – nur so sehen Sie, ob die gewünschte Anordnung wirklich funktioniert.
Die Anschlüsse für Strom, Wasser und Abfluss bestimmen die mögliche Position der Geräte. Ein Kühlschrank braucht nur eine Steckdose, der Herd benötigt je nach Modell einen Starkstromanschluss. Verlegen Sie die Elektroleitungen erst nach der genauen Festlegung der Gerätestandorte. Wenn Sie den Herd an eine andere Stelle setzen möchten als die vorhandene Sicherung, müssen Sie einen Elektriker hinzuziehen. Das kostet Zeit und Geld, daher sollten Sie die Position der Anschlüsse vor dem Kauf der Küche klären.
So vermeiden Sie die häufigsten Planungsfehler Ein typischer Fehler ist, die Geräte nach Augenmaß zu setzen, ohne die Auszüge und Schubladen zu berücksichtigen. Prüfen Sie, ob sich Schubladen und Backofentür vollständig öffnen lassen, ohne an der gegenüberliegenden Wand oder einem Hochschrank anzustoßen. Achten Sie auch auf die Aussparungen für Lüftung: Kühlschrank und Backofen benötigen einen Luftspalt von mindestens 5 Zentimetern an der Rückwand und manchmal auch an der Seite. Planen Sie diese Abstände ein, sonst arbeiten die Geräte ineffizient und können überhitzen.
Ein häufiger Fehler ist, die Dichtung zu spannen, um sie „straffer" anzulegen. Das führt dazu, dass die Tür nicht mehr ins Schloss fällt oder sich nur mit Gewalt schließen lässt – die Schalldämmung nützt nichts, wenn die Tür offen bleibt. Prüfen Sie den Schließmechanismus nach der Montage mehrmals. Ist der Widerstand zu hoch, müssen Sie entweder eine dünnere Dichtung wählen oder die Tür an der störenden Stelle leicht nacharbeiten. Bei Türen mit Bodendichtung oder Türschwelle müssen Sie die Dichtung gegebenenfalls anpassen, damit sie nicht auf dem Boden schleift.
Bevor Sie ein Rollo für das Wohnzimmer kaufen, sollten Sie die Fensternische genau vermessen. Entscheidend ist, ob das Rollo in die Laibung oder vor das Fenster montiert werden soll. Messen Sie bei der Innenmontage die Breite an drei Stellen: oben, in der Mitte und unten. Nehmen Sie den kleinsten Wert als Grundlage, denn nur so lässt sich das Rollo später ohne Reibung bewegen. Bei der Außenmontage messen Sie die Fensterbreite plus etwa zehn Zentimeter Überstand auf jeder Seite, um seitliche Lichtspalten zu vermeiden. Notieren Sie auch die Höhe von der Oberkante des Fensters bis zur Fensterbank – ein typischer Fehler ist, hier die Rahmendicke zu ignorieren.